Klimaschutz


Svenja Schulze würdigt Klimaschutzbeitrag der Kreislaufwirtschaft

Nur durch ein intelligentes und ausgewogenes Zusammenspiel aller Verwertungs- und Behandlungsmethoden gelingt eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Ressource Abfall. Hierbei spielt der Beitrag der Branche zum Klimaschutz eine wichtige Rolle.
Dies erklärten Vertreter des Vereins „Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ vergangene Woche in einem Gespräch mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Staatssekretär Florian Pronold.
Bei diesem Zusammenspiel bietet die Abfalltrennung die Chance, stofflich verwertbare Abfälle zu nutzen, die mechanisch (biologische) Abfallbehandlung ermöglicht eine weitere stoffstromspezifische Behandlung. Nicht recycelbare Abfälle wandelt die Thermische Abfallbehandlung in nutzbare Energie, aus den Reststoffen werden Metalle zurückgewonnen. Mineralische Ersatzbaustoffe werden für die Verwertung z.B. im Straßenbau bereitgestellt, erläuterten die Branchenvertreter. Thermisch nicht behandelbare Abfälle bzw. inerte Reststoffe werden durch sichere Deponien aus dem Stoffkreislauf ausgeschleust.
So leistet die Kreislaufwirtschaft insbesondere durch den Ausstieg aus der Deponierung unvorbehandelter Abfälle im Jahr 2005 mit weit über 20 Millionen Tonnen vermiedener Treibhausgase prozentual den größten Beitrag. Durch den konsequenten Ausbau der stofflichen und energetischen Verwertung wurde ein zusätzlicher, signifikanter Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Ein besonderes Anliegen der Ministerin war es, sicherzustellen, dass das Know-how der deutschen Kreislaufwirtschaft in abfallwirtschaftlich weniger entwickelte Länder übertragen wird, da das Klima nicht an Ländergrenzen Halt macht. Die Branchenvertreter haben Ihre Unterstützung zugesagt und darauf hingewiesen, dass der Ausstieg aus der Deponierung, zumindest aber eine Deponiegaserfassung und -behandlung, die schnellste Möglichkeit ist, Treibhausgase zu reduzieren.
Ein wichtiger Schritt zum verstärkten Einsatz von Recyclaten und mineralischen Ersatzbaustoffen wäre eine entsprechende gleichrangige oder gar vorrangige Nutzung dieser Ressourcen bei Ausschreibungen der öffentlichen Hand, erklärten die Branchenvertreter.
Man müsse zu dem Punkt kommen, in dem man den Einsatz von Primärrohstoffen nur noch im Einzelfall und mit ausführlicher Begründung vorsehen sollte, wenn geeignete Recyclate oder Ersatzbaustoffe zur Verfügung ständen.
Durch die Verbesserung der Getrennterfassung u.a. im Gewerbeabfallbereich, den verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen und die weitere Steigerung der Energieeffizienz werden sich in den nächsten Jahren weitere Potenzial heben lassen, um den Beitrag der Branche zum Klimaschutzziel weiter zu steigern.
„Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“ setzt sich für ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz ein und unterstützt Initiativen zur gesamtbilanziellen Bewertung der Klimaschutzanstrengungen der Branche. ITAD repräsentiert hierbei den Bereich der Thermischen Abfallbehandlung.
Teilgenommen haben an dem Gespräch mit Ministerin Svenja Schulz (von links nach rechts) Thomas Grundmann (ASA), Carsten Spohn (ITAD), Herwart Wilms (Remondis Assets & Services), Hartmut Haeming (InwesD) und André Radde (BMU)
Weitere Informationen zum Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft: klima-kreislaufwirtschaft.de